Lesezeit: 3 min
Auf der Website Utopia habe ich einige guten Tipps gefunden wie man beim aktuellen Lebensstandard mit einfachen Mitteln oder Handlungen an Nachhaltigkeit beitragen kann.

Hochwertige secondhand Kleidung
- Um gut gekleidet zu sein und gleichzeitig zu sparen, brauchst du keine Billigmode. Da gibt es viele bessere Ideen, zum Beispiel: Slow Fashion – oder einfach weniger Klamotten im minimalistischen Kleiderschrank.
- Oder das tun, was bei Autos schon völlig normal ist: gebraucht kaufen, mieten oder teilen. Stöbern in Secondhand-Shops, bei Kleiderkreisel, auf Flohmärkten und in Kleidertauschbörsen macht mindestens so viel Spaß, wie neu zu kaufen – ist aber preisgünstiger und klimafreundlicher.
Nur Mut: pflanzliche Margarine aufs Brot
- Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr: Auch Bio-Butter hat eine schlechte CO2-Bilanz (22,1 kg CO2 pro Kilo). Das kommt daher, dass bereits die Milchproduktion schlecht fürs Klima ist – und für Butter viel Milch benötigt wird.
- Eine Alternative ist pflanzliche Margarine (ohne Palmöl) findet man in den verschiedensten Varianten, im Schnitt kommen diese auf etwa 1,35 kg CO2 pro Kilo. Und deutlich günstiger als Butter ist sie ebenfalls.

Elektrogeräte – teilen ist besser als kaufen, secondhand ist besser als neu
- Eigentlich einfach: Reparieren, teilen oder leihen ist besser als kaufen. Und Secondhand besser als eine Neuanschaffung. Gegenüber einem Flohmarkt oder Online-Kleinanzeigen haben Portale wie Rebuy den Vorteil, dass es dort auf gebrauchte Elektrogeräte sogar Garantie gibt.
- Außerdem hilft es, sich vor jeder Neuanschaffung ehrlich zu fragen: Brauche ich das überhaupt? Es lohnt sich übrigens, auch mal die Nachbarn zu fragen – oder Sharing-Plattformen zu nutzen.
Pflanzendrinks: fürs Klima die bessere Milch
- Etwa 3 Prozent aller deutschen Treibhausgasemissionen sind in Deutschland auf die Herstellung und den Konsum von Milchprodukten zurückzuführen (IFEU).
- Jede Pflanzenmilch ist besser fürs Klima als Kuhmilch.
- Beim Milchalternativen-Test war für das Verbrauchermagazin Öko-Test die Hafermilch die beste Wahl: Hafer wird auch bei uns in Deutschland angebaut, EU-weit ohne Gentechnik und meist in ökologischer.
- Gut für Preisbewusste: Entscheiden wir uns für Hafermilch, Dinkelmilch oder Sojamilch anstelle von Mandelmilch, Cashew- oder Reismilch, packen wir nicht nur die günstigere, sondern auch die umweltverträgliche Variante ein.

Ein Glas Wein bleibt lieber allein
- Deutscher Wein hat leider nicht die beste Klimabilanz. Ein Liter erzeugt je nach Schätzung etwa 1 Kilo CO2, wobei fast die Hälfte auf die Verpackung entfällt (IFEU). Hinzu kommt, dass gemessen am Ertrag große Flächen und viel Wasser (pro Glas etwa 120 Liter) benötigt werden.
Natürlich wollen wir keinem das Gläschen Wein am Abend nehmen. Lieber weniger, dafür bessere (Bio-)Weine trinken. Bier verursacht übrigens etwa 450 g und Apfelsaft nur 300 g CO2 pro produziertem Liter – dafür trinkt man davon üblicherweise auch mehr.
Schnittblumen lieber selten
- In Deutschland konsumieren wir sehr gerne Schnittblumen. Die Illusion von Natur in den eigenen vier Wänden ist jedem von uns mehr als 100 Euro im Jahr wert – die Zerstörung echter Natur nehmen wir dafür in Kauf. Etwa 80 Prozent der in Deutschland verkauften Blumen kommt von Farmen in Kenia, Äthiopien, Tansania und Ecuador. Deren Anreise verursacht zwar CO2, aber weniger als Gewächshausblumen aus den Niederlanden.
- Deswegen unser Tipp für alle, die nicht auf den Blumenstrauß verzichten, aber nicht ganz so viel Geld investieren wollen: Lieber einen kleinen Bio- und Fairtrade-Strauß verschenken, die Blumen saisonal und regional, z.B. auf dem Wochenmarkt, kaufen oder natürlich einen bunten Strauß selbst pflücken. Das ist nicht nur am günstigsten, sondern auch am schönsten!

