Fairer Handel- Einkauf mit gutem Gewissen

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Immer mehr wächst das Interesse an fair gehandelten Produkten. Wir fragen uns, wer die Jeans genäht hat, woher die Schnittblumen kommen oder wer die Kaffeebohnen geerntet hat. Doch was bedeutet Fairer Handel und was können wir tun, um den fairen Handel zu unterstützen?

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Oftmals sind Giftmüll oder schlechte Arbeitsbedingungen Folgen des konventionellen weltweiten Handelssystems. Kleinbauern und Arbeiter am Anfang der Lieferkette in Entwicklungs- und Schwellenländern können von ihrem geringen Lohn kaum leben und arbeiten unter menschenunwürdigen Voraussetzungen. Fait Trade basiert auf einem gerechten und verantwortungsbewussten Welthandel. Das bedeutet, dass die verschiedenen Produkte kontrolliert und verantwortungsbewusst hergestellt und importiert werden. Faire Handelsbeziehungen setzen sich dafür ein, dass Kleinbauern und Arbeiter einen verlässlichen und gerechten Lohn bekommen, Kinder geschützt und nicht ausgebeutet werden und keine Diskriminierung stattfindet. Des Weiteren wird gewährleistet, dass die Umwelt geschont wird, natürliche Ressourcen geschützt werden und der Pestizideinsatzreduziert wird. Die fairen Handelsbeziehungen sollen transparent sein, sodass die gesamte Lieferkette von den Produzenten bis hin zu den Konsumenten nachvollzogen werden kann. Mittlerweile setzen sich einige Organisationen für diesen fairen Handel ein und es gibt eine Reihe von Siegeln, die speziell für den fairen Handel entwickelt wurden. Im Folgenden möchte ich die Wichtigsten nennen:

Es gibt zwei Möglichkeiten einer fairen Handels-Beziehung. Zum einen können sich Fair-Handels Organisationen als Unternehmen zertifizieren lassen und die Fachgeschäfte des Fairen Handels beliefern, zum anderen gibt es auch einzelne Produktzertifizierungen, die auch konventionellen Unternehmen ermöglicht, Produkte mit einem Fair Handels-Siegel zu kennzeichnen. 

Die Vielfalt der fair zertifizierten Produkte ist groß. Neben Lebensmitteln wie Kaffee, Kakao, Honig, Getreide oder Öle werden auch z.B. Baumwolle und Textilien, Blumen, Kosmetik oder Edelmetalle.

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Um ein Beispiel zu nennen, was Fairer Handel bedeutet, möchte ich im Folgenden näher auf die Edelmetalle eingehen:

Durch Chemikalien, die im Goldabbau verwendet werden, wird die Umwelt erheblich belastet und Menschen nehmen gesundheitliche Schäden. Es werden jährlich 100.000 Tonnen Quecksilber in den Amazonas gekippt und Minenarbeiter und Goldschürfer arbeiten ungeschützt ohne notwendige Schutzkleidung. Soziale Ausbeutung und Kinderarbeit sind keine Seltenheit. Um diese Arbeitsbedingungen zu verbessern, gibt es verschiedene Initiativen, die sich für fair gehandelte Edelmetalle engagieren.

Fairtrade-Gold garantiert beispielsweise, dass die Zukunft der im Kleinbergbau arbeitenden Minenarbeiter nachhaltig gesichert werden und dass sie für ihr Gold einen Mindestpreis erhalten. Fairtrade-Minen erhalten eine Prämie, sodass zusätzliche Einnahmen für Projekte wie z.B. Schulen investiert werden können. Auch darf für Fair-Trade Gold kein illegaler Bergbau stattfinden und Kinder dürfen nicht eingesetzt werden. Des Weiteren müssen Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden, Schutzkleidung muss getragen werden und Sicherheitstrainings sind verpflichtend. Es ist wichtig, dass die Umwelt geschont wird, sodass der Einsatz von Chemikalien auf ein Minimum reduziert wird. 

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Und was können wir als Verbraucher nun tun, um den Fairen Handel zu unterstützen und weiter zu stärken?

Wir können uns bewusst dazu entscheiden, Faire Produkte zu kaufen, um die Labels mit hohen Standards und die Bedingungen für die Produzenten stärken. Dabei sollten wir uns die Fragen stellen, ob es für unser gewünschtes Produkt ein Fair-Handels Siegel gibt, ob das Fair-Handels Siegel anerkannt und unabhängig ist und was genau das Label bedeutet und was hinter dem Begriff „fair“ steht. 

Mit der zunehmenden Bedeutung der fairen Produkte für uns als Verbraucher gewinnt der faire Handel an Bedeutung und es können Veränderungen über die Nische hinaus stattfinden. Ebenfalls unterstützt wird dies durch Bildungs- und Kampagnenarbeit der Fair-Handels-Organisationen, der Weltläden, Jugendverbände und Entwicklungshilfswerke.

So können wir einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung und mehr Gerechtigkeit im Welthandel beitragen.