„Geiz ist geil“

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So lautet der erfolgreichste Werbeslogan in der Geschichte der Handelsgesellschaft „SATURN“.

Bildquelle: derwesten.de

Ist Geiz tatsächlich geil, also erregend? Mit was soll man denn geizen um etwas zu erreichen?

  • Geizen mit Geld?
  • Geizen mit Gefühlen?
  • Geizen mit Nächstenliebe?
  • Geizen mit der Unterstützung für andere?

Schafft das alles zusammen Befriedigung? NEIN! Der Slogan ist so falsch wie er erfolgreich war!

Geiz darf niemals verwechselt werden mit Sparsamkeit. Sparsamkeit (z.B. mit Ressourcen) und Effizienz (z.B kurze Lieferketten für unsere Lebensmittel) haben nichts mit Geiz gemeinsam. 

Gier (Saturn möchte noch mehr verdienen) und Geiz (Habgier und Eigennutz des Käufers) gehörten in der alten Theologie zu den sieben Haupt- oder Todsünden! Also Vorsicht!

Geiz ist egoistisch! 

Wer nachhaltig lebt, um für unsere Kinder die Zukunft lebenswert zu gestalten, lebt Verantwortung für andere, das ist nicht egoistisch. Wer geizig lebt hat die Mitmenschen aus den Augen verloren.  

Geiz macht krank!

So heißt ein Leitartikel in der Süddeutschen Zeitung über: „Zu viel sparen im Gesundheitswesen stellt die Versorgung im Krankheitsfall nicht mehr sicher“. Auch hier gibt Geiz die falsche Richtung vor.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! Wie ist denn da die Rendite? Sollte ich da nicht lieber in Rüstungsaktien investieren? Die sind nämlich noch nie richtig abgestürzt. Geht es im Leben nur nach solch einer Rendite? 

Foto: Gunnar Striewski

Im sozialen Bekenntnis der EmK steht: „Wir stehen ein, zum Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft beizutragen“ UND: „Wir stehen ein für die Überwindung von Ungerechtigkeit und Not!“

Das hat absolut nichts mit dem Werbeslogan von Saturn zu tun! Im Gegenteil!

Gutes tun kostet Geld. Die Rendite, also der Ertrag und der Gewinn der bei einer Investition „zur Überwindung von Ungerechtigkeit und Not“ erzielt werden kann, ist nicht nur für den Investor befriedigend, sondern für alle anderen beteiligten Personen auch. Das ist wesentlich wertvoller als nur eine „geile“ Rendite für sich selbst erzielt zu haben!

Weil es uns so gut geht haben wir zum Glück die Freiheit, entscheiden zu können wo wir Geld ausgeben, ob wir Geld spenden oder tatsächlich möglichst nachhaltig investieren. Wenn unser Geld beiträgt die Lebensumstände unserer „Nächsten oder Übernächsten“, die nicht viel haben, zu verbessern dann wird sich etwas ändern. Wir müssen es nur tun.