Es ist uns nicht verboten, uns durch fleißige Arbeit mit den Dingen zu versorgen, die zum Leben nötig sind, nicht aber mit erlesenen Speisen, nicht mit Überflüssigem. Denn niemand hat die Pflicht, seiner Familie und sich selbst ein luxuriöses oder bequemes Leben zu verschaffen. John Wesley
In: Über allem die Liebe, Ein John Wesley Brevier, S. 367

Wir sind leer und gleichzeitig angefüllt mit überflüssigen Waren und Gütern. Es besteht eine seltsame Beziehung zwischen den vielen Dingen, die wir besitzen und konsumieren, und der Leere unseres Daseins. Überflüssige Dinge machen das Leben überflüssig.
Ärmer werden und mit immer weniger Gewalt auskommen, das ist die Umkehr zur Fülle des Lebens. Der Reichtum des Menschen liegt in seinen Beziehungen zu anderen, in seinem Dasein für andere. Die Fülle des Lebens wird nicht weniger, wenn wir sie miteinander teilen, sondern vermehrt sich.
Christus befreit uns von der das Leben fressenden Armut und von der das Leben aufsaugenden inneren Leere in eine neue Gemeinschaft hinein, in der wir einander nicht mehr Gewalt antun müssen, sondern einander glücklich machen können. Dorothee Sölle
Aus: Für jeden neuen Tag Band 13 (1981): Biblische Texte, Gebete und Betrachtungen, Stuttgart, S. 21
Zusammengestellt von Monika Gelderblom
