Miteinander füreinander: Generationengerechtigkeit

Per Definition bedeutet Generationengerechtigkeit die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen aller Generationen – sowohl der gegenwärtigen als auch der zukünftigen – bei der Verteilung von Ressourcen und sozialen Leistungen. Heutige Entscheidungen und Handlungen dürfen nicht auf Kosten künftiger Generationen gehen.

Im Miteinander zeigt sich, ob wir das alle wissen.

© Madelaine Strassburg bei der ersten geneationsübergreifenden Demonstration von „Fridays for Future“ am 20.09.2019 in München

Kinder haben noch einen unverstellten Blick auf alles. Das Vorrecht der Jugend ist Ungeduld und Veränderung. Die Älteren haben einen unglaublich reichen Lebenserfahrungsschatz. Die mittlere Generation (zwischen Erziehung der Kinder und Pflege der Eltern) ist das Bindeglied und trifft die meisten Entscheidungen… Wir können viel füreinander tun.

Vertreter:innen der „Letzten Generation“ kommen aus allen Generationen und sind nur die Spitze der Frustration darüber, dass nichts passiert bzw. vieles zu langsam vorangeht. Aber es geht auch alltäglicher: „Generationenvertrag für die Rente“, „Erhalt der Ressourcen für die kommenden Generationen“, das Reden über eine „verlorene Generation“ durch Corona sowie „Fridays for future“ oder „Omas for Future“ haben gezeigt, dass Verantwortlichkeiten und Proteste in alle Generationen hineinreichen und dort wirken. Jung und Alt gemeinsam, Singles und Familien. Eltern und Großeltern demonstrieren zusammen mit ihren Kindern und Enkeln. Jugendliche mischen ihr Umfeld und ihre Familien auf, so dass diese ihre Konsum- und Mobilitätsgewohnheiten ändern. So setzt sich Wandel im Denken und Handeln alltäglich weiter durch – und wir entdecken neue Möglichkeiten des Mit- und Füreinander.