Klima und Haushaltsgeräte

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Schuster bleib bei deinen Leisten – Religion bleib bei deinem Seelenheil? Es ist bisweilen unheimlich und Machtkampf wenn sich Religion ins Profane einmischt, aber führt es nicht in Tod und Verödung, wenn der/die große Lebensspender*in außen vor gelassen wird? 

Seit Weihnachten ist klar: Gott will in die Welt, auch in unsere kleine Alltagswelt und die besteht nun mal auch aus Haushaltsgeräten. Es gibt ja nur diesen einen kleinen blauen ramponierten Planeten. Bringen wir also unsere Kühlschränke, Mikrowellen, Waschmaschinen und Staubsauger etc. vor Gott. Rechnen wir auch hier mit Gottes Gegenwart. Bringen wir uns selbst und unsere Einstellungen vor Gott! 

Unwichtig ist das Thema in Bezug auf das Klima nicht. Wir müssen uns zwar nicht täglich damit beschäftigen, aber in  Deutschlands Haushalten geht rund die Hälfte des Stromverbrauchs auf das Konto von großen Haushaltsgeräten. Energiesparende Geräte haben zwar oft einen höheren Kaufpreis, verbrauchen dafür aber wenig Strom. Da ist in letzter Zeit bei der Transparenz eine Menge passiert. Für große Haushaltsgeräte gilt europaweit ein einheitliches EU-Energielabel mit verschiedenen Effizienzklassen. Informationen zu energieeffizienten Haushaltsgeräten finden Sie auch auf www.stromeffizienz.de, www.co2online.de, beim Umweltbundesamt und bei den EcoTopTen des Öko-Instituts. Dort gibt es allgemeine Stromspar-Tipps sowie Listen mit sparsamen Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern und Waschmaschinen.  Manchmal wäre auch zu überlegen, ob der Kauf von gebrauchten Produkten oder ein bloßes Ausleihen bei Freunden oder Nachbarn nicht eine nachhaltige Konsumalternative wäre.

Übrigens: Kaputte Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. zu reparieren, ist in der Regel besser für die Umwelt als ein Neukauf. Auch wenn die Wirtschaft das vielleicht etwas anders sieht, ein funktionierendes Haushaltsgerät durch ein effizienteres Modell zu ersetzen, ist meist nicht sinnvoll: Die Produktion eines neuen Geräts verursacht in der Regel mehr CO2, als es bei der Nutzung wieder einsparen kann. Wenn dann mal wirklich etwas weg muss: Bitte fachgerecht entsorgen (lassen).

Haushaltsgeräte sind eine Hilfe. Frühere Generationen haben da ohne diese Helferlein Unmengen an Zeit darauf verwandt und die gesparte Zeit ist deshalb auch eine Anfrage an uns. Ich persönlich will z.B. nicht mehr unbedingt abspülen zumal viele Maschinen auch aus ökologischen Gründen sinnvoll sind. So müssen wir unseren Weg finden, denn als Christen wissen wir uns in der Verantwortung für diese komplizierte Welt. Charlie Chaplin hat einmal gesagt: Mehr als Maschinen brauchen wir Menschlichkeit. Mehr als Klugheit brauchen wir Freundlichkeit und Güte. Ohne diese Fähigkeiten wird das Leben grausam und alles wird verloren sein.“ Keine schlechte Übersetzung der biblischen Botschaft finde ich.

Euer Klaus Gründler