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Der Begriff CO 2 Fußabdruck hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Er ist ein Maßstab für CO2 Ausstoß pro Person, welcher auch auf Organisationen und Staaten hochgerechnet werden kann.

„Der Produkt Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck von Produkten) bezeichnet die Bilanz der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzeinheit“, so stand es wohl im Memorandum „Product Carbon Footprint“ (PCF) von BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz), UBA (Umweltbundesamt) und Ökoinstitut vom Dezember 2009. Mit diesem Fußabdruck ist der Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, welche direkt bzw. indirekt auch Aktivitäten oder Lebensstadien von Produkten oder Personen entstehen bzw. verursacht werden, gemeint. Oft werden auch noch andere Treibhausgase bilanziert, meist in Tonnen CO2-Äquivalent (kurz: t CO2-eq). Verwendet wurde die Bezeichnung CO2-Fußabdruck schon 2004 durch einen bekannten Öl- und Gaskonzern als Versuch, die Wahrnehmung der Verantwortung für die globale Erwärmung von der fossilen Energiewirtschaft hin zum individuellen Verbraucher zu lenken.
Der Begriff CO2-Fußabdruck ist abgeleitet von dem des ökologischen Fußabdrucks, der 1994 von Matthias Wackernagel und William Rees entwickelt wurde. Der CO2-Fußabdruck ist ein Mittel, die Klimaauswirkungen von Aktivitäten wie die Bereitstellung oder den Konsum von Produkten und Dienstleistungen für einzelne Personen oder zusammengefasst für Organisationen und Staaten zu ermitteln. Die Ermittlung der CO2-Bilanz eines Produkts soll den gesamten Produktlebenszyklus umfassen, also sowohl die Herstellung, Gewinnung und Transport der Rohstoffe und Vorprodukte, ebenso wie die Produktion und Distribution (Verteilung), Nutzung, Nachnutzung und die Entsorgung bzw. das Recycling des Produktes. Bei der Bewertung von Produkten ist mittlerweile eine weiter gefasste Betrachtung üblich geworden, die als Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) üblich geworden. Zu dieser LCA gibt es mittlerweile auch eine Norm (ISO 14040:2006) der Internationalen Organisation für Normung.
Es gibt wohl Untersuchungen zum CO2-Fußabdruck von einigen Lebensmitteln, Weinbau, Haustieren, einzelnen Personen und von Organisationen wie Unternehmen oder Staaten.
Diese Informationen habe ich nachgelesen im Eintrag CO2-Bilanz in der Internetwissensdatenbank Wikipedia am 30.01.2023. Ich fand noch eine Grafik im Internet (co2_saeule_schnitt_kuehl_alt.jpg), die ich versucht habe nachzuzeichnen:

Der klimaverträgliche Durchschnitt liegt bei dieser Grafik bei etwa 2,5 Tonnen CO2-Ausstoß.
Das Ökoinstitut e.V. gab als CO2-Abdruck unseres digitalen Lebensstils in Deutschland 12 Tonnen CO2 an, klimaverträglich wären 2 Tonnen.
Vom Umweltbundesamt gibt es eine sicherlich lesenswerte Erhebung namens „Repräsentative Erhebung von Pro-Kopf-Verbräuchen natürlicher Ressourcen in Deutschland (nach Bevölkerungsgruppen)“ von 2016. Diese kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ein paar Ergebnisse dieser Studie: Der personenbezogene Gesamtenergieverbrauch steigt stark mit der Höhe des Einkommens und dem formalen Bildungsstand. Der Energieverbrauch nimmt zu mit dem Alter. Bei Männern ist er größer als bei Frauen. Mit zunehmender Haushaltsgröße sinkt der Energieverbrauch. Er zeigt ein Gefälle von Süden nach Norden, in den westlichen Bundesländern ist er deutlich höher als in den östlichen. In sozialen Milieusegmenten mit verbreitet positiven Umwelteinstellungen ist er überdurchschnittlich hoch.
Mich haben diese Zahlen und Ergebnisse sehr nachdenklich werden lassen. Mein persönlicher Konsum scheint doch einen erheblichen Einfluss auf den CO2-Ausstoß zu haben. Die Folgen des Klimawandels mit steigenden Temperaturen sind heute schon spürbar, in südlichen Ländern noch mehr als bei uns: Dürre, Hitze, Waldbrände, Überflutungen durch Starkniederschläge usw. Ich möchte meinen Einsparbeitrag noch einmal verstärken, damit unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkelkinder, also die Generationen nach mir, noch lebenswert bleibt.
Dorothee Kümmerlin
