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Die Projektgruppe Klima hat diesen Fastenkalender initiiert. Die Idee dahinter ist, uns in den Gemeinden gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren bei einem nachhaltigen Lebensstil, uns auszutauschen und Nachhaltigkeit zur gemeinsamen Sache zu machen mit allen, die dabei sein wollen.
Einen herzlichen Dank an alle, die Beiträge geschrieben haben!

Wer von uns hat den Sommer 2022 noch gut in Erinnerung? Er war sehr heiß. Viele Seen und Flüsse waren ausgetrocknet. Und das nicht zum ersten Mal. An Silvester hatten wir mitten im Winter Frühlingstemperaturen. Auch das werden wir schnell vergessen (wollen). Wir Menschen neigen dazu, Unangenehmes wegzuschieben. Wir sind aber in unserer Menschheitsgeschichte jetzt an einem Punkt, wo das Wegschieben mehr als fahrlässig wäre. Sich diesen Themen zu stellen ist überlebensnotwendig für die ganze Menschheit.
Das Weltwirtschaftsforum tagte im Januar 2023 wieder in Davos. Die Forscher:innen und Wissenschaftler:innen formulierten Dinge, die für sie vermutlich nichts Neues sind, aber sie müssen immer und immer wieder wiederholt werden, damit sie nicht mehr weggeschoben werden können. Ihre Aussagen: Die kommenden zwei Jahre werden hart werden. Es gibt eine ganze Reihe von Risiken für die Menschheit, die sich im schlimmsten Fall gegenseitig verstärken. Dazu zählt der Versuch eines Eroberungskrieges von Russland gegen die Ukraine und die damit verbundene Ernährungskrise sowie das Saatgut als russische Waffe. Die Fragen der Energie der Zukunft. Die weltweite Klimakrise und die Befürchtung, dass es bald immer mehr sogenannte Wirtschaftskriege geben werde. Der Zusammenbruch von ökologischen Systemen und die zunehmenden Sorgen um Naturkatastrophen gelten als die größten Probleme der Menschheit.
Das alles zeigt: Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren. Es muss Veränderungen geben.
Der Monatsspruch für den Januar lautete: „Und Gott sah alles an, was Gott gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“ 1. Mose 1,31. Gott vertraute uns Menschen als letztem Geschöpf die Schöpfung an. Wir dürfen sie nutzen, bebauen, uns an ihr freuen. Und wir sollen sie bewahren. Gott vertraute den Menschen alles seiner Fürsorge an (1. Mose 1,28). Wir sind Teil der Schöpfung. Alles braucht sich gegenseitig, bedingt sich gegenseitig. Durch den menschlichen Raubbau an der Natur und die menschliche Gier droht das Weltklima zu kippen. Klimaschutz bedeutet auch Gerechtigkeit, denn die Menschen im globalen Süden, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, müssen jetzt schon viel stärker als wir unter den Folgen der Klimaerwärmung leiden, zu deren Verursacher:innen wir im globalen Norden wesentlich beitragen. Vieles muss die Politik auf den unterschiedlichsten Ebenen regeln. Aber wir können auch etwas tun und unsere Fürsorgeverantwortung, unsere Liebe zu Gott, zu den Menschen und zur Schöpfung durch unser Handeln und Leben ausdrücken. Wir können und wollen das gemeinsam als Bezirk tun. Wir wollen uns gegenseitig motivieren, informieren, unterstützen, ermutigen. Und daran glauben, dass vieles wieder gut werden kann. Anders als vorher, aber auch gut. Gott segnete die Menschen, als Gott ihnen die Fürsorge für die Schöpfung übertrug. Dieser Segen gilt bis heute. Dieser Segen ist uns ins Herz gelegt und begleitet uns bei unserem Handeln. Gemeinsam wollen wir nachhaltig handeln, damit es „sehr gut“ bleibt.
Anke Neuenfeldt
