{"id":1247,"date":"2023-03-06T08:53:01","date_gmt":"2023-03-06T07:53:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/?p=1247"},"modified":"2023-03-06T08:53:02","modified_gmt":"2023-03-06T07:53:02","slug":"was-traegt-die-landwirtschaft-zur-klimakrise-bei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/?p=1247","title":{"rendered":"<strong>Was tr\u00e4gt die Landwirtschaft zur Klimakrise bei?<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein gro\u00dfer Player bei \u201eErn\u00e4hrung und Gesundheit\u201c ist die Landwirtschaft. Dar\u00fcber lie\u00dfe sich viel sagen und viele wissen bereits vieles. Die Diskussion um den Fleischkonsum, die Umstellung auf \u00d6ko- oder regionale Produkte (bei Produktion und Konsum), die Auswirkungen von D\u00fcngung auf das Grundwasser und die Fl\u00fcsse\/Meere, Neuausrichtung der Agrar-Subventionen der EU\u2026. \u2013 aber auch der Erhalt unserer Kulturlandschaft und Wiesen f\u00fcr die Artenvielfalt und die globale Dimension spielen dabei eine Rolle.<\/strong>&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"http:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cows-gff3e2c4c4_1280-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1248\" srcset=\"https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cows-gff3e2c4c4_1280-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cows-gff3e2c4c4_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cows-gff3e2c4c4_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cows-gff3e2c4c4_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der&nbsp;<strong>BUND Naturschutz in Bayern e.V.<\/strong>&nbsp;zeigt M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine klimafreundliche Landwirtschaft auf:<br>&#8211; Mehr \u00f6kologischen Landbau betreiben: Der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bund-naturschutz.de\/landwirtschaft\/biolandwirtschaft-in-bayern\">\u00d6kolandbau<\/a>&nbsp;verursacht weniger Treibhausgase und das gesamte Bewirtschaftungssystem ist anpassungsf\u00e4higer und robuster gegen\u00fcber den Folgen der Erderw\u00e4rmung.<br>&#8211; Neue bzw. vergessene Formen der Landnutzung (wieder) umsetzen, beispielsweise die Agroforstwirtschaft. Wie schon die traditionellen Haglandschaften in Bayern kombiniert sie Forst- und Landwirtschaft, was viele positive Effekte haben kann (z. B. h\u00f6here Kohlenstoffbindung, Wasserr\u00fcckhaltung, Erosionsschutz, geringerer D\u00fcngebedarf).<br>&#8211; Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung, Reduzierung des Tierbestands auf ein klimavertr\u00e4gliches Ma\u00df und angepasst an die landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che eines Betriebes.<br>&#8211; Keine Sojaimporte mehr f\u00fcr Tierfutter: Mit dem Import von Soja f\u00fcr unsere Mastanlagen unterst\u00fctzt die deutsche Landwirtschaft die Zerst\u00f6rung von W\u00e4ldern weltweit. W\u00e4lder geh\u00f6ren zu den wichtigsten CO<sub>2<\/sub>-Speichern der Welt. Landwirte sollten deshalb m\u00f6glichst ihren Viehbestand dem eigenen Nutzland (eigene Futterproduktion) anpassen sowie auf im Inland produziertes Futter und kraftfutterreduzierte Viehhaltungssysteme, wie sie beispielsweise im \u00d6kolandbau oft vorkommen, setzen.<br>&#8211; \u00c4cker auf Moorstandorten m\u00f6glichst in Gr\u00fcnland beziehungsweise Paludikultur umwandeln.<br>&#8211; Ackerfl\u00e4chen wenn m\u00f6glich in Dauergr\u00fcnland umwandeln.<br><a href=\"https:\/\/www.bund-naturschutz.de\/landwirtschaft\/klimawandel-und-landwirtschaft\">https:\/\/www.bund-naturschutz.de\/landwirtschaft\/klimawandel-und-landwirtschaft<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"http:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/flowers-g641599e4d_1280-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1249\" srcset=\"https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/flowers-g641599e4d_1280-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/flowers-g641599e4d_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/flowers-g641599e4d_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.friedenskirche-muenchen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/flowers-g641599e4d_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 1993 gibt das&nbsp;<a href=\"https:\/\/agrarbuendnis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>AgrarB\u00fcndnis<\/strong><\/a>&nbsp;(unabh\u00e4ngiger, \u00fcberparteilicher und \u00fcberkonfessioneller Zusammenschluss von derzeit 26 unabh\u00e4ngigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik) j\u00e4hrlich den&nbsp;<em>Kritischen Agrarbericht<\/em>&nbsp;heraus. Er wird auf der Internationalen Gr\u00fcnen Woche in Berlin der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Wie kein anderes Buch dokumentiert&nbsp;<em>Der kritische Agrarbericht<\/em>&nbsp;die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund der europ\u00e4ischen und weltweiten Agrarpolitik.<br><strong>2023: \u201eLandwirtschaft &amp; Ern\u00e4hrung f\u00fcr eine Welt im Umbruch 2023\u201c<\/strong><br>2022: \u201ePreis Werte Lebensmittel\u201c (2022)<br>Diese Berichte und weitere sind zu finden unter:&nbsp;<a href=\"https:\/\/kritischer-agrarbericht.de\/\">https:\/\/kritischer-agrarbericht.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Website vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) berichtet zu den Fakten:<br><a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/natur-und-landschaft\/landnutzung\/landwirtschaft\/klimaschutz\/25508.html\">https:\/\/www.nabu.de\/natur-und-landschaft\/landnutzung\/landwirtschaft\/klimaschutz\/25508.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>\u201eDie Landwirtschaft sp\u00fcrt die Auswirkungen der Klimaver\u00e4nderungen unmittelbar. Durch die ver\u00e4nderten Witterungsbedingungen verschieben sich die Anbauphasen, was durch eine l\u00e4ngere Wachstumsperiode Vorteile f\u00fcr die Landwirtschaft haben kann. Doch auch die Verbreitungsgebiete von Insekten, die Pflanzen sch\u00e4digen, und von Krankheiten verschieben sich, so dass neue Arten einwandern k\u00f6nnen. Auch die direkten Wetterereignisse wie Trockenheit oder lange N\u00e4sseperioden stellen Probleme f\u00fcr die Landwirt:innen dar. Der Sommer 2018 hat eindr\u00fccklich gezeigt, wie sich eine langanhaltende Trockenphase auf die Ackerfr\u00fcchte auswirkt. Die Zunahme von Extremwetter wie Hagel oder Starkregen kann die Ernte vernichten und lange Trockenperioden f\u00fchren zu einem Vertrocknen der Feldfr\u00fcchte.&nbsp;<br><br>Landwirtschaftliche Treibhausgas-Emissionen bestehen fast nur aus Methan und Lachgas \u2013 zum Vergleich: Methan ist ungef\u00e4hr zwanzigmal klimasch\u00e4dlicher als Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>), Lachgas sogar dreihundertmal. Der Agrarsektor liefert laut Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) den gr\u00f6\u00dften Beitrag zu den weltweiten menschengemachten nicht-CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Der Aussto\u00df an Treibhausgasen aus der Landwirtschaft ging in Deutschland zwischen 1990 und 2016 um 18 Prozent zur\u00fcck, von 79,4 auf 65,2 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente. Dies geht vor allem auf die Verringerung der Tierbest\u00e4nde nach der Wiedervereinigung zur\u00fcck. Seit 2003 ist der Aussto\u00df auf einem gleichbleibenden Niveau. Der Anteil der Landwirtschaft am Gesamtaussto\u00df der Treibhausgase ist dagegen leicht angestiegen: von 6,3 Prozent im Jahr 1990 und auf 7,2 Prozent 2016.\u201c&nbsp;<br><em>Erg\u00e4nzung:&nbsp;2020 verursachte die Landwirtschaft etwa 60,4 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente, das sind rund 8,2 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen Deutschlands. 50,1 Prozent der CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalente entfallen auf Methan (CH<sub>4<\/sub>), weitere 45,6 Prozent auf Lachgas (N<sub>2<\/sub>O) und nur 4,4 Prozent auf Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>).<\/em><br>\u201eDas meiste Methan wird vom Verdauungsvorgang bei Wiederk\u00e4uern (Rinder, Ziegen, Schafe) sowie bei der Lagerung und Ausbringung von Mist und G\u00fclle verursacht. Aus landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den wird haupts\u00e4chlich Lachgas freigesetzt; \u00fcberwiegend aus der D\u00fcngung mit mineralischem Stickstoffd\u00fcnger, G\u00fclle und Mist sowie pflanzlichem D\u00fcnger (Ernter\u00fcckst\u00e4nde und G\u00e4rreste der Biogasproduktion). Zu weiteren Emissionen kommt es durch Landnutzungs\u00e4nderung &#8211; vor allem durch die Nutzung von Moorb\u00f6den und den Umbruch von Gr\u00fcnland.&nbsp;<br>Die Landwirtschaft ist nicht nur Treiber des Klimawandels, sondern auch stark von den Folgen der Klimakrise betroffen. Es bedarf daher einer Anpassung der Anbausysteme an den Klimawandel.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gro\u00dfer Player bei \u201eErn\u00e4hrung und Gesundheit\u201c ist die Landwirtschaft. 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